Was sind die Hotspots meiner E-Commerce und Einzelhandel Aktivitäten?

March 24, 2022

Immer mehr Konsumenten suchen sich aktiv nachhaltige Alternativen und Möglichkeiten, wie Sie ihren Konsum nachhaltiger gestalten können. Laut einer McKinsey Studie aus Dezember 2020 achten drei Viertel der deutschen Verbraucher beim Einkaufen auf Nachhaltigkeit. Durch die Corona-Pandemie ist dieser Trend noch wichtiger geworden, sagen 22% der 5.000 befragten Konsumenten. Nachhaltigkeit ist und wird das Thema der “20iger Jahre” sein. 

Die größten Unterschiede und Gemeinsamkeiten haben wir für im Folgenden zusammengefasst und in die Top 3 Emissions-Hotspots aufgeteilt.

Gebäude & Stores

Für die Distribution und Verarbeitung von Bestellungen sind für den reibungslosen Online Einkauf Lagerhäuser notwendig. Der Betrieb dieser Lagerhäuser mit Strom, Heizung und ggf. Kraftstoffen für Maschinen oder Fahrzeuge sind richtige Energiefresser. Die gute Nachricht: Diesen Hotspot kann man durch den Wechsel auf Ökostrom und den Wechsel auf regenerative Energieformen schnell zu einem nahezu klimaneutralen Faktor in der CO2-Bilanz wandeln. 

Betrachtet man alleine die physischen Läden und man nimmt an, dass die Lagerhäuser des Einzelhandels kleiner sind, durch die Optimierung der Lagerkapazitäten im Laden vor Ort, ist dort die CO2 Bilanz im Vergleich zum Online Einkauf geringer, aber im Ursachen Profil und den damit verbunden Lösungsansätze ähnlich. 

Transport

Der Transport kann der größte Emissionshotspot für beide Varianten sein. Der Gütertransport zwischen Lagern und Produktkomponenten ist für beide Varianten ähnlich. 

Dieser Baustein beinhaltet für den Einzelhandel den Transport der Produkte im Geschäft und nicht zu vergessen, auch die Anreise der Kunden zu den jeweiligen Stores. 

Die Standardisierung des Mobilitäts-Mix in der Analyse des CO2 Fußabdrucks gestaltet sich sehr schwierig, da meist keine Datengrundlage über die Mobilitätsform der Endkunden vorliegen. Eine Studie des Umweltbundesamts hat ergeben, dass eine durchschnittliche Einkaufsfahrt von 5 km im eigenen PKW zum Beispiel 600 bis 1.100 Gramm CO2 erzeugt. Während die Einkaufsfahrt mit dem Fahrrad natürlich 0 Gramm CO2 emittiert. 

Die bekannte “Last Mile” ist für den E-Commerce im Hinblick der ökologischen Nachhaltigkeit die größte Herausforderung. Für eine Lieferung per Onlinedienst fallen im Schnitt zwischen 200 und 400 Gramm CO2 an. Zudem ist für Kunden im Online Handel die Barriere durch oft kostenlosen Rückversand sehr gering. Das macht die Lieferungen der Produkte zu einem Emissionen-Treiber. 

Verpackung

Mehr Umweltschutz ist auch bei beiden Varianten bei den Versandverpackungen möglich. Viele Produkte lassen sich zum Beispiel ohne Schaden in der Originalverpackung – ohne zusätzliche Versandverpackung – versenden. Mehrwegverpackungen, die von den Kundinnen und Kunden leer zurückgeschickt werden, sind ebenfalls sinnvoll. Insgesamt ließen sich der Studie des Umweltbundesamtes zufolge bei den Versandhandelsverpackungen pro Jahr zwischen 180.000 und 370.000 Tonnen Verpackungsabfall einsparen. Dies entspricht einer Reduktion um 22 bis 45 Prozent. 

Fazit

Es lässt sich nicht einfach sagen, welche Variante für den Endkunden die “nachhaltigere” ist, da viel vom Konsumentenverhalten abhängt. Dennoch hat eine von Deloitte durchgeführte Studie herausgefunden, dass der Kauf einer größeren Anzahl von Produkten ohne Rückgabe im Einzelhandel zu einer geringeren Gesamtmenge an CO2-Emissionen führt als ein Online-Kauf mehrerer Produkte mit einer Retoure. Konsumgüterunternehmen müssen auf Grund des Stakeholder und auch regulatorischen Drucks Angebote schaffen, die den Konsum nachhaltiger gestalten.  Auf beiden Seiten gibt es viele Möglichkeiten, so könnte man zum Beispiel im Einzelhandel vor dem Store E-Bikes als Lastenfahrräder zur Verfügung stellen oder im Online-Handel den Verzicht auf Retouren incentivieren. Es gilt kreative & sinnvolle Ideen für beide Welten zu entwickeln. 

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Spenoki Magazin.
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