Fokus auf Nachhaltigkeit - Ganzheitliches ESG Management

Monday, October 25, 2021

Nachhaltigkeit ist der Begriff unserer Zeit. Darunter zählen nicht nur Aktivitäten rund um Klimaschutz oder CO2-Reduktionen, hierzu zählen auch soziales Engagement und vertrauensvolles Wirtschaften eines Unternehmens. Diese drei Bereiche werden auch als ESG-Kriterien bezeichnet: Environment (Umwelt), Social (Corporate Social Responsibility) und Governance (Corporate Governance).

Unternehmen stehen vor der Herausforderung, ihre langfristige Wettbewerbsfähigkeit durch ganzheitliches Einbinden der Nachhaltigkeit in die Unternehmensstrategie und die Geschäftsprozesse zu sichern. Dabei reicht es nicht nur über  Nachhaltigkeit zu sprechen, sondern auch nachhaltig zu handeln und dies transparent zu publizieren. Die stärksten Treiber sind die neben den Gesetzgebern - national wie auch europäisch - Konsumenten, Arbeitnehmer, Geschäftspartner und der Kapitalmarkt. Kaum ein Sektor ist nicht von neuen nachhaltigen Entwicklung betroffen und ein ausführliches Reporting, welche die Auswirkungen eures Geschäftes auf den Menschen und die Umwelt hat, wird von den verschiedensten Stakeholdern verlangt. (Quelle: https://www.ey.com/de_de/assurance/how-an-integrated-sustainability-strategy-can-help-you-stand-out

Unternehmen, die ganzheitliche Nachhaltigkeit anstreben, fokussieren sich darauf, sowohl ökologisch, sozial als auch ökonomisch nachhaltig zu handeln. Während die ökologische Nachhaltigkeit bereits in aller Munde ist, fehlt es Unternehmen häufig daran, soziale und ökonomische Nachhaltigkeit zunächst zu ermitteln und anschließend zu verbessern. Im Folgenden haben wir für euch eine Differenzierung der einzelnen Bereiche anhand des GRI Standards vorbereitet:

Ökologische Nachhaltigkeit beschreibt all jene Handlungen, die sich auf die ökologische Umwelt beziehen. Dazu zählen die verwendeten Materialien, der Energieverbrauch, das Wassermanagement, die entstehenden GHG-Emissionen sowie Abwasser und Abfall. 

Unter sozialer Nachhaltigkeit versteht man die Auswirkungen des Unternehmens auf den Menschen. Dazu zählt die Fluktuationsrate, das Arbeitnehmer-Arbeitgeber-Verhältnis, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Weiterbildungsmaßnahmen, Diversität und Chancengleichheit, Nichtdiskriminierung, Vereinigungsfreiheit und Tarifverhandlungen, sowie Kinderarbeit, Zwangs- oder Pflichtarbeit im Unternehmen. Lokale und politische Auswirkungen, sowie Marketing und Meinungsfreiheit der Arbeitnehmer zählen ebenfalls zu den sozialen Faktoren der ganzheitlichen Nachhaltigkeit.

Die ökonomische Nachhaltigkeit befasst sich größtenteils mit der wirtschaftlichen Leistung eines Unternehmens, sowie Korruptionsbekämpfung und wettbewerbswidrigem Verhalten, wie beispielsweise Monopolbildung.

In den letzten Jahren haben Unternehmen angefangen, sich als “klimaneutral” auszeichnen zu lassen. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass alle GHG-Emissionen entweder reduziert oder kompensiert worden sind. Eine Kompensation nicht-vermeidbarer Emissionen ist unseren Augen ein großer Schritt für den Klimaschutz, allerdings sollte eine Messung der eigenen Emissionen, sowie eine anschließende Reduktion zunächst im Vordergrund stehen, um langfristig nachhaltig zu agieren. Wir sind daher überzeugt, dass das Messen des CO2-Fußabdrucks für Unternehmen ein richtiger und wichtiger erster Schritt ist, um die formulierten Klimaziele, des Unternehmens, aber auch des Pariser Abkommens,zu erreichen. 

In einer fairen Wirtschaft sehen wir aber viel mehr Potential als “nur” das CO2-Management. Deswegen fordert der Gesetzgeber für immer mehr Unternehmen auch eine Berichterstattung der sozialen und ökonomischen Nachhaltigkeit. Die oben genannten Kennzahlen sollen für mehr Transparenz sowohl beim Verbraucher, als auch bei Geschäftspartnern und Investoren sorgen. Der GRI-Index bietet dabei eine fundierte Grundlage verschiedenen Faktoren auf den Grund zu gehen. Auch hier bedarf es einer IST-Analyse, um Schwachstellen aufzudecken und entgegen dieser Handeln zu können. 

Mit welchen Schritten ihr euer Unternehmen genau zu ganzheitlicher Nachhaltigkeit führt, erfahrt ihr in unserem nächsten Blogeintrag.

Photo by Appolinary Kalashnikova.