Umweltdatenmanagement & Carbon Accounting - Der Leitfaden für KMUs

February 28, 2022

Vier einfache Schritte zum Erfolg!


Das Umweltdatenmanagement ist eine der wichtigsten Disziplinen für Unternehmen im 21. Jahrhundert. Dass große Unternehmen schon seit längerem ihre finanziellen und nichtfinanziellen Berichte nicht mehr gesondert veröffentlichen, sondern beides in einem Statement kombinieren, zeigt auch an, dass diese Daten als gleich wichtig erachtet werden. Um das europäische Ziel bis 2050 klimaneutral zu werden, zu erreichen, muss jedes Unternehmen in der EU - egal ob groß oder klein - das Management seiner Umweltdaten, insbesondere der Kohlendioxidemissionen, genauso professionell angehen wie seine finanziellen Belange. Dieser Artikel erklärt, wie die Software von Spenoki Mittelständlern hilft, diese Herausforderung zu meistern und den Wandel nicht nur zu bewältigen, sondern auch bestimmten Regulierungen bereits einen Schritt voraus zu sein.

Schritt 1: Die Datensammlung

Um ein konsistentes, andauerndes und genaues Management der Umwelt- und Nachhaltigkeitsdaten zu gewährleisten, reicht es meist nicht, sich einmalig Unterstützung von einer Agentur zu suchen. Unternehmen brauchen dafür Unterstützung auf Basis einer Nachhaltigkeitsmanagementsoftware, die alle Datenquellen zusammenträgt und zeitgleich die relevanten Daten extrahiert. Doch was genau sind relevante Daten und wie automatisiert Spenoki deren Erfassung? 

Sobald ein Unternehmen eine Software für seine Umweltbilanzierung nutzt, wird dafür eine Datenbasis benötigt. Die möglichen Datenquellen sind vielfältig und reichen von Daten in ERP-Systemen bis hin zu allen Arten von Drittsoftware. Da jedes Unternehmen eine Unterschiedliche IT-Landschaft besitzt und die zuständige Abteilung meist schon eingebunden ist, kann dieser integrierte Ansatz schnell langwierig und teuer werden. Mit  Spenoki möchten wir möglichst allen Unternehmen - unabhängig von deren Größe oder genutzten Software - einen niederschwelligen Zugang zu Nachhaltigkeitsmanagement bieten. Dafür setzt Spenoki auf die größtmögliche gemeinsame Quelle von Umweltrohdaten: Rechnungen und Tabellen. 

Zwei weitere Kernpunkte sprechen für die Nutzung einer cloudbasierten Software: Nämlich einerseits, das es leicht vorkommen kann, dass Daten im Unternehmen doppelt zusammengetragen bzw. überhaupt nicht gesammelt werden. Durch eine unterstützende Software werden alle notwendigen Informationen an einem zentralen Ort gebündelt und der Aufwand verringert sich sofort. Außerdem außerdem spricht dafür, dass eine cloudbasierte Lösung im Falle von veränderten Rahmenbedingungen, also beispielsweise bei neuen Gesetzen und sich verändernden Standards, fortlaufend angepasst und aktualisiert wird.


Schritt 2:  Identifikation und Strukturierung der relevanten Informationen

Die Auswirkungen folgender Aktivitätsfelder und Ressourcenflüsse sind nach aktuellen internationalen Standards zur Umweltbilanzierung relevant.

  • Energie
  • Brennstoff
  • Abfall
  • Wasser
  • Waren (einschließlich Rohstoffen und verarbeiteten Materialien)
  • Verkaufte Produkte
  • Transport & Distribution
  • Geschäftsreisen
  • Pendelverkehr
  • Unterkunft

Die Aktivitäten haben einen direkten Bezug auf wichtige Umweltaspekte wie Kohlenstoffemissionen, Energieverbrauch, Wasserverbrauch, Abfallentsorgung usw. Sie werden in den meisten Fällen als wesentlich identifiziert und müssen daher direkt nachverfolgt werden.

Alle Aktivitäten, die zu einer Organisation gehören, werden zusammen mit einem Kontext verbucht, den man sich wie ein Konto in der Finanzbuchhaltung vorstellen kann. Um die Daten nun auf die Anforderungen eines Berichtsstandards zu übertragen, werden noch die richtigen Referenzdaten benötigt, um die fehlenden Informationen, zum Beispiel entsprechenden Werte von Treibhausgasemissionen, zu berechnen. Diese Expertendaten werden von Spenoki gepflegt und auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft gehalten. 

Weitere finanzielle Informationen werden dazu verwendet, um die indirekten Aktivitäten der Organisation zu bewerten, d. h. die Aktivitäten ihrer Lieferkette.

Zum Beispiel fallen durch die Lieferkette verursachte Treibhausgasemissionen in die Kategorie der indirekten Emissionen, da nicht das Unternehmen als direkter Verursacher gesehen wird, aber natürlich indirekt dennoch für einen bestimmten Anteil der gesamten Emissionslast verantwortlich ist, die ​​in der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette eines Unternehmens entsteht. 

Durch diesen holistischen Ansatz wird ein vollständiger, zeitloser und wahrheitsgemäßer Satz von strukturierten Informationen sichergestellt, mit denen sich alle Arten von Analysen durchführen und Kennzahlen berechnen lassen. 

Das besondere am Spenoki Ansatz ist, dass wir unseren Kunden im ersten Schritt erlauben alle Buchhaltungsdaten - ob relevant oder irrelevant - bereitzustellen und das Sortieren und Kategorisieren der Daten von unserer künstlichen Intelligenz übernommen wird. Das bedeutet, dass unsere Kunden nicht nur kein nachhaltigkeitsbezogenes Know-How haben müssen, sondern dass auch ein Großteil der üblichen Vorarbeit auf Kundenseite entfällt.

Schritt 3: Berechnung der Kennzahlen

Die Berechnungen werden gemäß den Empfehlungen der referenzierten Standards wie GRI für allgemeine Angaben und GHG für die Kohlenstoffbilanzierung durchgeführt. Die ausgewählten Referenzwerte sind die aktuellsten Werte für einen bestimmten Stichtag und basieren auf offiziellen Daten oder Veröffentlichungen mit höchsten wissenschaftlichen Standards. 


Schritte 4: Optimierung des Ist-Zustands

Bei der Verbesserung der Umweltleistung geht es vor allem darum, Alternativen zu finden, die bessere Resultate liefern. Die Spenoki-Software ermöglicht dies, indem sie Benchmarks für eine bestimmte Tätigkeit und Vorschläge für Substitute mit besserer Leistung in Bezug auf ein bestimmtes Ziel liefert. 

Durch die kontinuierliche Überwachung des Status quo und die Gewinnung umfassender Erkenntnisse können Unternehmen Zusammenhänge besser erkennen und schneller Maßnahmen ableiten, um die Organisation in einen nachhaltigeren Betriebsmodus zu überführen.

Die Aufschlüsselung bis auf die einzelne Rechnungsebene bietet auch ein faktenbasierte Argumentationsgrundlage, um die Durchsetzung unternehmensweiter Richtlinien, wie z. B. das Verbot, mit benzinbetriebenen Autos zu fahren oder weniger als eine bestimmte Anzahl von Meilen zu fliegen, zu vereinfachen.

Autor: Laura Grünewald

Foto von Kishor von Unsplash.

Spenoki Magazin.
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